PayPal Gebühren Rechner
Verkaufen auf eBay oder im Shop? Prüfen Sie, was wirklich ankommt.
PayPal: Der Preis der Bequemlichkeit
Jeder nutzt es, jeder liebt es für die Schnelligkeit. Doch für Verkäufer (Händler, eBay-Kleinanzeigen-Verkäufer, Freelancer) ist PayPal ein teurer Spaß. Die Gebührenstruktur ändert sich oft und ist nicht immer transparent. Unser PayPal Rechner bringt Licht ins Dunkel.
1. Die aktuelle Gebühr (Stand 2024/25)
Für die meisten geschäftlichen Transaktionen innerhalb Deutschlands gilt die Standardkondition:
Beispiel: Sie verkaufen ein altes Handy für 100 Euro.
2,49% von 100 € sind 2,49 €.
Dazu kommen 0,35 € Festgebühr.
Gesamtgebühr: 2,84 €. Bei Ihnen kommen nur 97,16 € an.
2. Freunde vs. Waren & Dienstleistungen
Die wichtigste Unterscheidung bei privaten Transfers:
- Geld an Freunde senden ("Friends"): Kostenlos! Aber: Kein Käuferschutz. Wenn die Ware nicht ankommt, ist das Geld weg. PayPal verbietet diese Option eigentlich für Verkäufe.
- Waren und Dienstleistungen ("Business"): Kostet Gebühren (zahlt immer der Empfänger!). Dafür gibt es Käuferschutz.
Vorsicht: Viele Verkäufer auf Kleinanzeigen fordern "PayPal Freunde", um die Gebühr zu sparen. Als Käufer gehen Sie dann aber ein hohes Risiko ein.
3. Der "Rückwärts"-Trick
Oft einigen sich Käufer und Verkäufer darauf, dass der Käufer die Gebühren übernimmt. Aber wie viel muss er senden?
Einfach die Gebühr draufrechnen (100 € + 2,84 € = 102,84 €) funktioniert nicht!
Denn PayPal zieht dann von den 102,84 € wieder 2,49% ab (also mehr als vorher). Das Ergebnis wäre krumm.
Man braucht eine spezielle Formel, die unser "Rückwärts"-Tab automatisch anwendet. (Im Beispiel müssten Sie 102,92 € senden, damit exakt 100,00 € ankommen).
4. Internationale Gebühren
Sobald Grenzen überschritten werden, langt PayPal richtig zu.
Kommt das Geld aus Großbritannien oder den USA? Dann kommen oft zusätzliche Grenzüberschreitungsgebühren (z.B. +1,99% bis +3,99%) und schlechte Währungsumrechnungskurse dazu. Rechnen Sie bei internationalen Deals immer mit deutlich weniger Netto.
5. Mikrozahlungen (Micropayments)
Für Güter unter 10 Euro (z.B. E-Books, In-Game-Items) lohnt sich der Standardtarif nicht wegen der fixen 35 Cent. Händler können einen "Mikrozahlungstarif" beantragen.
Kondition: 10 % + 0,10 €.
Das lohnt sich meist bis zu einem Betrag von ca. 4 bis 5 Euro.
6. FAQ: Häufige Fragen
Zahlt der Käufer oder Verkäufer?
Bei PayPal werden die Gebühren immer automatisch vom empfangenen Betrag abgezogen. Der Verkäufer erhält also weniger. Der Käufer merkt davon nichts (außer der Verkäufer erhöht den Preis vorher).
Gibt es eine Obergrenze?
Nein. Egal ob Sie 10 Euro oder 10.000 Euro empfangen: Der Prozentsatz bleibt gleich (außer Sie haben spezielle Großhändler-Konditionen verhandelt).
7. Fazit
PayPal ist sicher, aber nicht billig. Wer regelmäßig verkauft, sollte die Gebühren in seine Preiskalkulation einbeziehen – oder unseren Rechner nutzen, um dem Käufer den exakten "Preis inkl. Gebühren" zu nennen.